Der Goldene Schnitt in der Architektur

Der Goldene Schnitt kommt nicht nur beim Menschen und in der Natur vor, auch wird der Goldene Schnitt in der Kunst verwendet. Da die Proportionen als sehr harmonisch empfunden werden ist es kein Wunder dass der Mensch Verhältnisse auch in seinem Schaffen verwendet.

Der Einsatz des Goldenen Schnitts in der Kunst reicht von der Malerei über Statuen bis zur Architektur. So setzte beispielsweise Le Corbusier als Architekt den Goldenen Schnitt oft und bewusst ein.

Die Pyramiden in Ägypten im Goldenen Schnitt

Goldener Schnitt bei Pyramiden

Goldener Schnitt bei Pyramiden (Katharina Wieland Müller / pixelio.de)

Doch auch in weiter zurückliegender Vergangenheit kam der göttliche Schnitt zum Einsatz. Schon die alten Ägypter verwendeten ihn beispielsweise beim bau der berühmten Pyramiden.

So beträgt die Seitenlänge der Cheops-Pyramide 230,4 Meter bei einer ursprünglichen Höhe von 146,6 Metern. Bedenkt man das die Erbauung der Pyramide über 4000 Jahre zurückliegt ist diese Tatsache noch erstaunlicher.

Doch auch im Parthenon-Tempel auf der Akropolis wurde schon vor Christi Geburt mit dem Goldenen Schnitt gearbeitet. Leider gibt es zu diesem Werk zu wenige historische Aufzeichnungen um sicherzustellen ob der Parthenon-Tempel tatsächlich bewusst nach dem Goldenen Schnitt erbaut wurde. Es gibt zahlreiche weitere Beispiele bei denen der Goldene Schnitt in der Architektur vorkommt, es aber nicht bewiesen ist ob die Proportionen bewusst dem Goldenen Schnitt nachempfunden wurden.

Als Beispiele seien hier die Notre-Dame in Paris und der Dom von Florenz genannt.


Der Goldene Schnitt in der modernen Architektur

Unité d’Habitation im Goldenen Schnitt

Unité d’Habitation im Goldenen Schnitt (dts1013 / flickr.com)

Auch in der moderneren Architektur findet der Goldene Schnitt Verwendung. Wie bereits erwähnt war Le Corbusier ein Architekt der den Goldenen Schnitt oft in seiner Architektur verwendet hat. Im 1947 erbauten Wohnblock „Unité d’Habitation“ im französischen Marseille lässt sich der Goldene Schnitt deutlich erkennen.

Unité d’Habitation wurde im Glauben erbaut effektives Wohnen für die Massen zu ermöglichen. Die Wirtschaftlichkeit stand hierbei klar im Vordergrund. Le Corbusier wand bei der Planung sein selbst entwickeltes Maßsystem „Modulor“ an, welches wiederum auf dem Goldenen Schnitt basiert.

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